Innovation Magazin

Weisse Renaissance

Lupine als einheimischer Eiweißlieferant

Manuel Deyerler


Lange Zeit war sie auf unseren heimischen Feldern verschwunden, die Weiße Lupine (Lupinus albus). Der Grund dafür: Die Pilzkrankheit Anthraknose (Colletorichum lupini). Sie brachte in den 90er Jahren den Praxisanbau der Körnerleguminose nahezu vollständig zum Erliegen. Als heimische Eiweißpflanze rückt sie jedoch wieder vermehrt in den Fokus – auch weil sich in der Züchtung erhebliche Fortschritte zeigen. Der samenbürtige, anamorphe Pilz kann die Lupine während des gesamten Wachstumsverlaufs infizieren und somit alle Pflanzenteile befallen. Er schnürt die Leitbündel der Pflanzen ein, behindert den Wasser- und Assimilattransport und bildet Verdrehungen und Brennflecken an Stängel, Blatt und Hülsen der Lupine aus. Die orangefarbenen Sporenlager sind ein typisches Erscheinungsbild der Krankheit. Eine frühe Infizierung, unter günstigen feuchtwarmen Bedingungen kann bis hin zum totalen Ausfall der Kultur führen. Dazu reicht bereits der geringste Befall des Saatguts als Ausgangsinfektion aus.

 

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